Unser Urlaub für das Ende des Jahres
In diesem Jahr wollten wir Urlaub einmal anders erleben. Die letzten Jahre hatten wir damit verbracht, zwingend Urlaub mit Hotels gleichzusetzen. Sicherlich waren dies immer schöne Urlaube, keine Frage. Aber letztlich steht und fällt die schönste Zeit des Jahres dann auch immer mit dem Hotel, das man gebucht hat.
Klar, zu Anfang steht immer das Wälzen in Katalogen bzw. in Internetseiten. Und was dir da so alles versprochen wird, ist meist echt nicht von schlechten Eltern. Aber inzwischen ist es ja hinlänglich bekannt, dass die Sprache der Kataloge nicht zwingend etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat. Denn schlussendlich wollen die Reiseveranstalter auch nur eines: nämlich verkaufen.
Und da wir in der letzten Zeit des Öfteren mit dem einen oder anderen Hotel nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht haben, wollten wir in diesem Jahr mal etwas ganz anderes machen. Denn in diesem Jahr ging es in die Niederlande. Okay, keine Fernreise, das muss ich zugeben.
Aber das ist ja auch das Schöne daran. Du bist in Null Komma Nichts da, kannst mit dem eigenen Auto anreisen und musst dich nicht in überfüllte Flieger zwängen, in denen dir dein Sitznachbar ständig ins Ohr schnarcht, um dann vor Ort auch noch festzustellen, dass das gebuchte Hotel in den Katalogen traumhaft schön aussah, in der Realität diesem Bild aber mal so gar nicht gleichkommt. Wie gesagt, wir hatten in den letzten Jahren die eine oder andere negative Erfahrung gemacht. Daher sollte es in diesem Jahr eine Bootstour durch die Kanäle in Holland sein.
Wunderschön, einfach nur wunderschön. Ich kann einen solchen Urlaub abseits der Hotels jedem nur empfehlen. Wir hatten uns eine 10-Meter-Jacht bei einem Charterer gemietet. Ausgangspunkt unserer Rundreise war Lemmer, ein kleiner Ort in der Provinz Friesland. Zwar ist Holland von Kanälen durchzogen, aber wir haben uns bewusst für Lemmer entschieden. Denn er ist als Ausgangspunkt geradezu ideal. Du bist schnell auf dem Ijsselmeer. Von hier kannst du fast ganz Holland, aber genauso gut beispielsweise auch die Nordsee, erreichen. Wir sind vor Ort vom Charterer eingehend in die Bedienung des Schiffes eingewiesen worden. Das muss aber auch sein.
Denn ein Schiff fährt sich ganz anders als ein Auto und man macht das ja nicht jeden Tag. Kartenmaterial war schon an Bord, darum mussten wir uns also nicht kümmern. Aber wir hatten uns zuhause schon eine hübsche Tour überlegt, so war das für uns kein Problem, uns zurechtzufinden.
Es war herrlich. Ich habe noch nie so gut geschlafen. Die Luft, die vielen neuen Eindrücke, die sanften Wellenbewegungen – herrlich. Du gleitest sanft durch das Wasser und kannst den Kühen beim Wiederkäuen zuschauen. Ich glaube, einen entspannteren Urlaub haben wir noch nicht erlebt. Okay, Chartern ist kein billiges Vergnügen, das muss ich zugeben. Aber, wenn man außerhalb der Hauptsaison bucht, geht es eigentlich. Und den Urlaub in Hotels bekommt man schließlich auch nicht geschenkt.
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